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Dankbarkeit und Feiern

Als Gemeinschaft streben wir danach, Räume zu kreieren und Strukturen zu etablieren, das Erreichte, das Schöne und die Gaben des Lebens zu würdigen und wertzuschätzen und uns darin zu üben, uns zu freuen, zu genießen und dankbar zu sein.

Dankbarsein, Wertschätzen, das Schöne sehen, uns erfreuen an den Gaben des Lebens oder eben Feiern … sind für mich ein Praktiken zur Förderung von Verbundenheit und damit Liebe. Sie machen uns Ganzer. Daher sind es Techniken der Integration.

Auf dem Weg, eine Welt zu gestalten, die für alle funktioniert, kann es leicht passieren, dass wir in einer Macher-Modus verfallen, der nur im Fokus hat, was alles noch nicht stimmt und nicht funktioniert. Wir können verdursten, weil wir in Widerstand rutschen und in einen Tunnelblick, der uns die nährenden Früchte um uns herum nicht sehen lässt.

Die oben genannten Praktiken haben alle gemein, dass sie unsere Haltung der Verbundenheit fördern wollen, indem wir das Schöne und Nährende gezielt in unseren Bewusstseinsfokus rücken.

Diese Praxis gibt uns Energie, nährt uns und macht uns in diesem Moment zu den kompletteren Wesen, die wir sein wollen. Daher streben wir als Gemeinschaft danach, Strukturen zu erschaffen, die es fördern wir als Individuen und als Gemeinschaft das Schöne im Leben im Auge behalten.

Ergänzungen:

“Du kannst nicht für alles dankbar sein – aber in jedem Moment!” sagt David Steindl-Rast.

Dankbar sein zu wollen – kann wie jede Praxis – zu einem trennenden Introjekt werden. Insbesondere kann es dazu führen, dass wir versuchen das Schmerzliche in unserem Leben zu verleugnen oder zu verdrängen, indem wir uns krampfhaft bemühen, das Schöne zu sehen.

Daher kann es helfen sich zu vergegenwärtigen, dass wir nicht für jeden Aspekt des Lebens dankbar sein können, dass es jedoch in jedem Moment des Lebens Aspekte gibt, die wir wertschätzen können, z.B. die Gelegenheit zu wachsen.

Als komplementäre Praxis ist uns daher das Betrauern so wichtig, das uns hilft in Kontakt mit dem Schmerzlichem im Leben zu kommen, ebenso wie mit unseren dahinter liegenden Bedürfnissen und Sehnsüchten. Betrauern und Feiern gehen für uns Hand in Hand als integrative Methoden in jedem Moment in Kontakt zu sein mit den vielfältigen Aspekten des Lebens und unserem Verhältnis zu ihnen.

Die Zwillingsnatur von Dankbarsein und Trauern wird auch darin deutlich, dass Zustände von Dankbarkeit häufig auch mit Traurigkeit einhergehen, z.B. in bekannten Freudentränen. Wirklich in Kontakt sein beinhaltet die Freude über das Geschenk der Verbindung und das Betrauern des oft vorhergegangenen Mangels an Verbindung.

Ermächtigung

Als Gemeinschaft streben wir danach, jeden Einzelnen in seiner Kraft, seinem Wirkungspotential, seiner Autonomie, seiner Freiheit und seiner inneren Autorität zu fördern, so dass jeder Einzelne zu einer mächtigen Quelle für die Gestaltung unserer Gemeinschaft und einer Welt, die für alle funktioniert, wird.“

Macht wird hier verstanden als die Fähigkeit, Ressourcen  mobilisieren zu können, um Bedürfnisse zu befriedigen.

Es geht hier nicht darum, dass es ungerecht ist, dass einige Menschen mehr Macht haben als Andere.

Es geht darum, die Macht jedes Einzelnen zu stärken.

„Macht“ ist nicht das Problem. Dominanz ist das Problem. Eine Macht, die auf Kosten anderer geht, auf Kosten deren Machtlosigkeit, ist Dominanz.

Wenn wir an Macht denken, denken wir daran, dass einige Macht haben und andere nicht.

Der Versuch Machtgefälle zu verhindern, führt häufig dazu, dass die Mächtigen ihre Macht verlieren, ohne dass die Machtlosen Macht gewinnen. … eine gemeinschaftliche Machtlosigkeit.

Wir befürchten, dass ein Rütteln an dem gewohnten Bild, dass einige oben entscheiden und andere eher folgen, zu Anarchie, Chaos und Uneffektivität führt.

Wir glauben, dass die gewaltfreie Maximierung der Macht jedes Einzelnen, die Macht der Gemeinschaft stärkt, ihre Macht zum Wohlbefinden aller beizutragen. … mehr Effektivität.

Wenn wir hier über Macht sprechen, meine wir Dinge wie …

die innere Freiheit und das Vertrauen in sich selbst, selbst zu entdecken, selbst entscheiden zu können.

… sich frei von Angst und Schuld Verhalten zu können.

… die Möglichkeiten, Dinge entscheiden und umsetzen zu können.

… eine innere Freiheit (Selbstvertrauen, eigene Authorität, Mut, Selbst-Führung, Verantwortung).

  • ein wesentlicher Aspekt von Ermächtigung ist die Fähigkeit der Selbstführung. Mit Selbstführung ist gemeint aus der Haltung der Eigenverantwortung zu handeln, was beinhaltet die eigenen Bedürfnisse und Werte zu halten, nicht im Widerstand (was nicht bedeutet, Veränderungen anzustreben, die mehr in Übereinstimmung mit den eigenen Bedürfnissen sind) gegen die Umstände des Lebens zu sein und den Fokus auf den eigenen Gestaltungs-Möglichkeiten zu haben. Das Gegenteil von Selbstführung ist die Opferhaltung. In der Opferhaltung erleben wir uns als machtlos und ausgeliefert. In der Opferhaltung geben wir die Verantwortung an andere Menschen, systemische Strukturen, sonstige Umstände oder die eigene Vergangenheit ab. Wir sind der Haltung, dass das was wir wollen nur erreicht werden kann, wenn andere sich ändern, Umstände sich ändern oder dass das was wir wollen gar nicht mehr erreicht werden kann. Der Unterschied zwischen Widerstand gegen Umstände und die selbstführende Gestaltung von Umständen ist, dass ich im Widerstand in einer passiven Protesthaltung bin und irgendwie erwarte, dass andere oder das Leben Dinge in meinem Sinne verändern. In der selbstführenden Gestaltung bin ich in Akzeptanz mit den Dingen und habe zumindest auch eine Ahnung von der Sinn und Grund und konzentriere mich darauf was ich tun kann, um diese Umstände zu ändern. Ob ich in der Haltung der Selbstführung bin, hat nichts damit zu tun wieviel Macht, viel Gestaltungsmöglichkeiten ich objektiv habe, sondern um die Haltung und den Fokus auf die für mich vorhandenen Möglichkeiten.
  • Unsere vorhandenen Möglichkeiten übersehen wir zum Einen chronisch, je mehr wir in der Opferhaltung sind. Zudem fördern und erweitern wir unsere Spielräume und unsere Macht, indem wir uns auf sie konzentrieren.

 

… Kapazitäten (Fähigkeiten, Wissen, um gestalten zu könnn).

… die Fähigkeit die nötigen Ressourcen zur Manifestation zu manipulieren, was sowohl Menschen, als Materialien beinhaltet.

Authentizität

„Als Gemeinschaft streben wir danach einen Raum zu gestalten, der es jedem Einzelnen leicht macht, mit sich selbst in Kontakt zu sein und das eigene Sein auszudrücken und zu leben.“

Um in der alltäglichen Gesellschaft zu überleben und zu funktionieren, lernten wir alle schnell uns Masken aufzusetzen. Masken beinhalten, das bestimmte Aspekte des eigenen Selbst, insbesondere bestimmte Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen, nicht ausgedrückt werden. Teile unseres Selbst sind in bestimmten Kontexten unerwünscht.

Manche Teile von uns selbst, sind in allen Lebenskontexten unerwünscht und wir haben überhaupt keinen Raum für manche Aspekte. Meist ist es jedoch so, dass wir im Kontext unserer Familie und sehr guten Freunden mehr von uns ungehemmt ausdrücken als wir dies in der Öffentlichkeit oder im Beruf tun.

Soziale Normen, soziale Rollen bestimmen, was „erlaubt“ ist zu zeigen und was nicht. Meist geht es dabei nicht um „explizit definierte“ Regeln, sondern um implizite kulturelle Regeln. In keinem Arbeitsvertrag oder beruflichen Leitfäden steht, dass man auf Arbeit nicht weinen darf. Und doch wollen Menschen viel weniger auf Arbeit ihre Traurigkeit ausdrücken als daheim, wenn überhaupt.

Diese Normalität des Masken-Tragens und nur als Teil-Mensch sichtbar zu werden ist ein massiver Verlust an Ganzheit und Integralität.

Das Problem in der Thematik des Maskentrages ist nicht nur, dass Menschen ihre Gefühle nicht nur ausdrücken, sondern – meist um dies überhaupt erst bewältigen zu können – sie nicht zu fühlen. Menschen verlieren den Kontakt zu sich, verlieren an Ganzheit durch das Tragen dieser Rollen.

Es besteht ein Unterschied dazu, innerlich ganz mit sich in Kontakt zu sein und dann bewusst und zielführend zu entscheiden, ein bestimmtes Gefühl nicht auszudrücken, als habituell und unbewusst bestimmte Gefühle zu vermeiden.

Auch in meiner Arbeit als Psychotherapeut ist es mir sehr wichtig – was eher nicht dem berufsethischen Kanon entspricht – mich als ganzer Mensch, authentisch, verletzlich und auch transparent zu zeigen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich die ganze Zeit allles ausdrücke, was in mir lebendig ist. Das wäre schon aus Kapazitätengründe schwierig. Aber ich unterdrücke keinen Aspekt habituell und bin bereit das ganze Spektrum von Angst, Wut, Traurigkeit, Scham oder Schuld zu zeigen und glaube an den lebensdienlichen und heilsamen Aspekt für die Person, die ich gerade begleite. Ich treffe bewusste Entscheidungen, was ich wann und in welcher Form zeige. Und meine Haltung dabei ist weniger, dass ich es zeige, wenn ich glaube, dass es speziell nützlich ist.

Unsere Sehnsucht ist ein Ort, in denen es Menschen leicht fällt die Gesamtheit ihres Seins zu zeigen. Wir wollen deshalb bewusst sein über die systemischen und individuellen Aspekte, die authentisches Auftreten behindern, und diese transformieren.

systemische Traumatisierung

Das Konzept der „systemischen Traumatisierung“ hat mir geholfen, meine eigene innere Dynamik besser zu verstehen.

Ausgangspunkt ist ein Erleben von Ausgeliefertsein und Machtlosigkeit gegenüber Systemen. Es geht häufig einher mit Zuständen des Betäubtseins, Abgeschnittenseins, Nur-noch-Funktionieren, mit Zuständen von Druck, innerem Zwang, mit Zuständen des Widerstandes, einer sehr kritischen Haltung gegenüber Aspekten des Systems und mit Zuständen von punktuell aufbrechendem großen Leid.

In meinem Versuch dieses Chaos zu verstehen. Insbesondere in meinem Versuch gerade nicht kritisch zu sein, sondern das System erst einmal zu akzeptieren was und wie es ist und mich die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass ich mich entschieden habe in diesem System zu leben. Ich wollte nicht in eine Opferhaltung rutschen, sondern mein Bestes tun unter den gegebenen Umständen, die letztendlich niemals perfekt sind.

Warum aber reagierte ich nun so stark, obwohl es äußerlich scheinbar so eine Kleinigkeit war. Z.B. ging es zuletzt nur um das Benutzen eines halbstrukturierten Fragebogens auf meiner neuen Arbeitsstelle.

Aufgrund der Ähnlichkeit zu anderen Zuständen, in denen ich die grundlegende Rolle von Traumata schon klarer verstand, versuchte ich zu verstehen, was für eine Traumatisierung da immer wieder wirkte. … denn ich konnte ein lebenslanges Muster erkennen, dass ich mich in verschiedensten Systemen sehr unwohl fühlte und zu massiven Mitteln der Selbstbetäubung, des Erstarrens und Ertragens griff um es zu überleben oder wenn ich konnte, flüchtete. Als Kind konnte ich meist nicht flüchten und musste Ertragen. Die Gesamtheit meiner Kindheit ist für mich überlegt von diesem Erleben des „Ertragens“, es war wie ein Normalzustand.

Als Erwachsener hatte ich mich mehr Freiheitsgrade, ich konnte wählen, in welchen Systemen ich mich bewege. Und so wählte ich vor allem das Flüchten. Entweder verweigerte ich mich den Strukturen im System (im Studium z.B. war da viel möglich) oder wenn das Verweigern/Rebellieren gegen die Strukturen zu zu unangenehmen Konsequenzen führte (v.a. in angestellten Verhältnissen), dann schmiss ich den Job hin, meist nach einer Zeit des Ringens, in welches es mir immer schlechter ging und ich dann meist mit einer Krankschreibung (aufgrund einer Depression) diesem Arbeitskontext entkam.

Ich habe noch nie länger als 1 Jahr in einer Arbeitsstelle ausgehalten.

Und um diese Muster zu verstehen, entstand dieses Konzept der systemischen Traumatisierung.

Ich habe dieses starke Erleben Systeme als entfremdete kalte menschenfeindliche Strukturen zu erleben. Ich sehe schnell, wenn es anderen auch so geht und bin verwundet, dass andere damit scheinbar gut klar komme und traue dem nicht. Meine Sensitivität hilft mir durchaus auch Aspekte zu erkennen, in denen Systeme auch Individuen nicht gut tun, ohne dass diese davon ein Bewusstsein haben.

Aber ich glaube auch, dass meine Traumatisierung, kein akkurates Bild liefert. Ich übersehe die Dinge, die gut funktionieren, die dienlichen Dinge, für die ich weniger empfänglich bin, weil ich so schnell in der Angst und in der Trennung drin bin.

Und ich spreche von „systemischer“ Traumatisierung, weil ich in meinem inneren Erleben als Feindbild tatsächlich eher keine Menschen habe, sondern ein System, das durch verschiedene und austauschbare Menschen wirkt. … obwohl es natürlich viele Einzelfälle gab, in denen es individuelle Menschen waren, die das gewalltätige System manifestierten und auch zu Feinden wurden. Im Gesamten erlebte ich den Feind jedoch in der Ganzheit des Systems.

Ich musste in den Kindergarten gehen, ich musste schlafen gehen, ich musste zur Schule gehen, ich musste auf Klassenfahrt gehen, ich musste ins Krankenhaus gehen und zu den Ärzten, zweimal im Jahr musste ich zum Zahnarzt gehen. Meine Widerstände, mein Leid wurde nicht gesehen, war egal.

Wenn ich z.B. daran denke, mit vielen Ängsten ich zu kämpfen hatte, zum Zahnarzt zu gehen. Es war die Hölle und zwar schon Wochen vorher. Aber ich beugte mich. Ich erinnere mich nicht, dass ich gekämpft hätte. Ich ergab mich, passte mich an und niemand war da für meine Ängste. Die Botschaft: „Aber das muss man tun. Das macht man so.“ Ich als Individuum zählte nicht mehr, meine Bedürfnisse nicht. Ich hatte mich anzupassen. Und so war es mit so vielen Aspekten in meinem Leben. Ich kann es auch individuell betrachten als einen Mangel an Empathie und Fürsorge. Ich habe auch dieses große Lebensmuster „Ich werde nicht gesehen, nicht verstanden.“ Und das springt auch immer wieder an.

Aber ich sehe die einzelnen Menschen, die emotional für mich nicht verfügbaren waren, auch mehr als Opfer des Systems. Ihre Nichtverfügbarkeit, ihr starres Beharren auf den System-Regeln sehe ich auch als Hilflosigkeit und als Folge der eigenen Angepasstheit an das System. Sie sind selbst Opfer des Systems und werden so zu Tätern.  Sie wurden selbst nicht empatisch empfangen, wurden ebenfalls gezwungen ihr Leid zu verdrängen und sich anzupassen. Sie wissen es nicht besser.

Ich sehe nur einen Unterschied darin, dass es mich scheinbar stärker getroffen hat, dass ich stärker darunter leide, empfindlicher bin und die Kosten der Anpassung für mich zu hoch sind. Anpassung ist für mich keine Option, weil ich im wahrsten Sinne des Wortes darin sterben würde. Ich habe immer wieder in meinem Leben mit Suizidalität gekämpft und ich glaube, wenn ich nicht Möglichkeiten gefunden hätte, andere Wege zu gehen, die zwar nicht perfekt sind, aber es erträglicher, leichter machen …, dann würde ich heute nicht mehr leben. Hätten mir diese Ressourcen gefehlt oder wäre das System noch rigider, dann wäre es schwierig für mich. Ich vergleiche mich da oft mit meinem Vater. Ich sehe so viele Ähnlichkeiten zwischen uns. Und es scheint mir so als wäre das Ausmaß seines Leides gerade noch erträglich genug, die Funktionalität seiner Schutzmechanismen gerade noch gut genug um nicht zu dekompensieren. Aber in der Qualität seines Seins und Erlebens wäre ich wie er geworden und dieses Bild erschreckt mich.

Betrauern

„Als Gemeinschaft streben wir danach, unseren Schmerz, unsere Verluste, unseren Mangel, unsere unerfüllten Wünsche und unsere unerfüllten Bedürfnisse anzuerkennen und zu betrauern.“

Trauern beinhaltet die Kraft der Akzeptanz.

Es ist eine Realität, dass die Dinge sehr oft nicht so sein werden, wie wir sie uns wünschen. Es ist eine Realität, dass unsere Bedürfnisse täglich frustriert sein werden. Es ist eine Realität, dass trotz aller Versuche, wir manchmal Entscheidungen treffen werden, die nicht alle Bedürfnisse integrieren.

Wir möchten sehenden Auges anerkennen, was alles nicht erfüllt ist.

Wir möchten anerkennen und würdigen, was an Leid und Mangel vorhanden ist.

Es gibt einen tiefsitzenden Reflex auf individueller und systemischer Ebene dem Leid und Mangel auszuweichen, ihn zu verdrängen, zu leugnen, zu ignorieren, abzuspalten …

Dies kreiert Trennung und Fragmentierung. Es geht auf Kosten unserer Ganzheit. Daher ist eine Kultur des Trauern unerlässlich. Eine Kultur, die die Kompetenz hat, die Unperfektheit, Unstimmigkeiten sensitiv wahrzunehmen und auf den Tisch zu packen ohne davor wegzuscheuen oder zu versuchen es zu beschönigen.

Im Ringen mit dem Leben ist es ebenso notwendig das Schöne und die Erfolge in den Fokus zu rücken, zu genießen und zu feiern, wie das Schmerzliche und den Verlust zu betrauern.

Motivationale Klarheit

„Als Gemeinschaft streben wir danach, die Beweggründe und Absichten, die hinter unseren Strukturen und unserem Handeln stehen, bewusst, klar und transparent zu machen.“

 

Ich erlebe es als entfremdend und einschüchtern, wenn ich mit den expliziten Strukturen einer Organisation konfrontiert werde. Auch wenn mir der Sinn dieser Struktur einleuchtet, bleibt ein ungutes Gefühl von Ausgeliefertsein. Strukturen haben Macht. Auch wenn sie von Menschen begründet wurden, entwickeln sie schnell ein Eigenleben. Dann stehen sie plötzlich dar und man kann mit ihnen nicht einfach in einen menschlichen Dialog gehen, weil es selten der Fall ist, dass die Menschen, die es verabschiedet haben, oder zumindest die Menschen, die die Veränderungsmacht haben, direkt anwesend sein.

Gerade als Neuling stößt man sich schnell an bestehenden Strukturen, weil sie einem fremd sind und man nicht Teil des Entwicklungsprozess war. Die Organisationsmitglieder dagegen stoßen sich schnell an den Neulingen, die alles neu verändern wollen, ohne zu wissen, was für aufwandreiche Prozesse hinter der Verabschiedung dieser Strukturen liegen und ohne die Komplexität der verschiedenen Befindlichkeiten und Bedürfnisse, die versucht wurden zu integrieren, überschauen zu können.

Dies ist ein Aspekt, der Veränderung behindert. Die Alten sind Veränderungsprozesse müde und die Neuen unzufrieden darüber, sich nicht einbringen zu können.

Ein explizit machen, des Integrationsstandes, welche Wünsche, Werte, Bedürfnisse durch diese Struktur erfüllt werden sollen, kann hier Abhilfe verschaffen.

Es hilft Neulingen den Purpose zu erkennen, welche Aspekte berücksichtigt worden und kann die eigenen Ideen damit abgleichen. Außerdem schafft es Nähe zu der bestehenden Struktur. So wie wir uns Menschen näher fühlen, wenn wir ihre Beweggründe verstehen, so ist dies auch mit systemischen Strukturen.

Explizite Strukturen können Orientierung, Ausrichtung geben und dienlich sein für andere Bedürfnisse und Werte.

Explizite Strukturen haben in meinem Verständnis jedoch auch immer die Tendenz einzuengen und im Weg von Spontanität und Freiheit zu stehen.

In der Gestaltung von gemeinschaftlichen Strukturen orientieren wir uns an dem Prinzip: „So viel Struktur wie notwendig, so wenig Struktur wie möglich.“

Wir wollen bezüglich der Strukturen, die wir gemeinschaftlich beschließen, bewusst halten, aus welchem Grund (im Dienste welcher Bedürfnisse und Werte) wir diese Struktur eingeführt haben. Jedes systemische Element ist die Folge von kollektivem menschlichen Handeln und wie jedes individuelle Handeln ist aus der Motivation geboren grundlegende menschliche Bedürfnisse zu erfüllen.

Diese Motivation im Gestaltungsprozess bewusst zu halten und jede Manifestation mit einer transparenten Festhaltung dieser Gründe zu versehen, macht Evaluation und Verbesserungsprozesse leichter und lädt jeden ein zum Mitgestalter zu werden.

 

Konflikt-Willkommenskultur

Als Gemeinschaft wertschätzen wir die Weisheit und das Entwicklungspotential, das sich hinter jeder Art von Irritation, Widerstand, Unstimmigkeit und Konflikt verbirgt. Wir streben danach Strukturen und eine Kultur zu entwickeln, die es leicht machen, dass jede Art von Konflikt bewusst wird, ausgedrückt wird, eingesammelt, verarbeitet und integriert wird.

Menschen ebenso wie Gemeinschaften opfern ihre Ganzheit, ihre Integralität, nicht ohne Grund. Sie tun es immer, weil ein Konflikt besteht. … weil es an der Fähigkeit fehlt verschiedene Aspekte des Lebens unter einen Hut zu bringen. Zur Gewährleistung der Überlebensfähigkeit gibt es die Fähigkeit der Abspaltung oder Verdrängung. Ein Aspekt des Lebens wird verdrängt, ignoriert, verleugnet.

Die Fähigkeit zum Verdrängen und Abspalten ist also an sich lebensdienlich, es ist nicht schlecht, sondern eine Folge von Hilflosigkeit, von mangelnder Fähigkeit zur Integration und Inklusion.

Der verdrängte Aspekt verschwindet jedoch nicht ganz. Er bleibt im Unbewussten oder Vorbewussten bestehen und er zeigt sich weiterhin in Konflikten.

Daher sind Konflikte, Irritationen, Spannungen, Widerstände und jede Art von Unstimmigkeit (bewusste und unbewusst) ein Tor zu unser individuellen und systemischen Ganzheit. Sie verweisen auf Aspekte des Lebens, die noch nicht vollständig integriert sind.

In unserem Streben nach Ganzheit wertschätzen wir daher das Entwicklungspotential das in jeder Art von Konflikt liegt.

Gleichzeitig respektieren wir auch unsere Grenzen der aktuellen Integration und dass wir nicht sofort jeden Konflikt auflösen und seine zugrundeliegenden Lebensaspekte integrieren können.

Aber wir suchen nach nachhaltigen und routinierten Lösungen um Konflikt zu integrieren.

Dazu gehört, sie nicht untergehen und ungehört zu lassen, sie zu verstehen, ihnen Raum zu geben und Strukturen zur Bewältigung zu haben.

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psychische Krisen als Transformations-Katalysator

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Psychische Störungen in der heutigen Gesellschaft

Menschen mit psychischen Problemen (Depression, Ängsten, Süchten, in Krisen) werden in unserer Gesellschaft als Problem gesehen. Sie leiden individuell, ihre soziale Umwelt leidet mit, ihre berufliche Funktionsfähigkeit ist beeinträchtigt, es entsteht ökonomischer Schaden für die Volkswirtschaft.

Psychische Probleme werden vor allem als Störung des Individuums verstanden: ein nicht integriertes Trauma, fehlende Fähigkeit Gefühle zu zulassen, mangelnde Abgrenzungsfähigkeit, niedriger Selbstwert, fehlende Organisationskompetenz, fehlende Selbsterkenntnis, fehlende Fähigkeit die eigenen Emotionen zu regulieren …

Etwas stimmt mit dem Individuum nicht. Also schicken wir das Individuum in die Therapie, medikamentös und/oder Psychotherapie, ambulant oder stationär. Und hoffen, dass der Einzelne bald wieder repariert ist und wieder funktioniert als Ehepartner, Elternteil, Angestellter, Freund und welche anderen Rollen die Person auch ausfüllte.

Das System ist krank nicht der Einzelne

Die Verortung des Problems im Individuum ist das übliche Denken in unserer Gesellschaft, die es gewöhnt ist in Kategorien zu denken, die den Einzelnen als relativ losgelöst von seiner Einbettung in größere Systeme sieht.

Es gibt keinen ausschließlich individualiserten Blick auf ein Problem. Denn jede Therapieform beachtet auch die Umwelt, die aktuellen Belastungsfaktoren, die prägende traumatisierende Kindheit und es gibt Ansätze wie die systemische Therapie, die explizit die Störung im System verorten und nicht im Einzelnen.

Dennoch dominiert die Sichtweise, den Fokus auf das Individuum zu lenken. Das kann in bestimmten Kontexten absolut funktional und sinnvoll sein. Aber es hat die Schattenseite, dass andere Perspektiven vernachlässigt werden und dass damit das lebensdienliche Potential dieser Sichtweisen verloren geht.

Eine Alternative Sichtweise wäre die Störung im System zu sehen. Diese Perspektive ausschießlich einzunehmen wäre ebenso fahrlässig wie eine ausschließlich individuelle Sichtweise. Aber sich auf diese Sichtweise zu konzentrieren, kann manchmal sehr nützlich sein. Davon möchte ich nun Gebrauch machen.

Wie man durchaus schlüssig und ohne Unsinn zu erzählen jede Störung im Individuum verorten kann, kann man jede dieser Störungen ebenso in den Systemen verorten und dabei das Individuum ganz „gesund“ lassen.

Wenn ich nichts zu essen habe, Hunger bekomme (ohne bereits körperliche Schäden durch Verhungern oder Mangelernährung zu haben) und dann übellaunig werde deswegen, wo liegt dann das Problem?

Individuell betrachtet, könnte man sagen, dass es mir an emotionaler Regulationskompetenz fehlt oder an der Fähigkeit mir Nahrung zu besorgen. Denn könnte ich mich emotional besser regulieren, dann könnte ich trotz Hungergefühls guter Stimmung sein und wenn ich die Fähigkeiten hätte, mir Nahrung zu besorgen, dann hätte ich auch keinen Hunger.

Systemisch betrachtet …

Menschen in psychischen Krisen sind Wegbereiter für systemisch-soziale Transformation

Menschen mit psychischen Krisen weisen auf systemische Defizite hin. Sie zeigen auf, das im Außen etwas nicht stimmt. Sie sind Anzeiger. Sie Menschen mit besonders großer Sensitivität. Sie sind weniger in der Lage Defizite im Außen zu kompensieren. Diese Defizite sind da, ob ich sie individuell nicht kompensieren kann oder nicht. Wenn es zu wenig zu essen gibt und alle unterernährt sind, dann kann man so zwar leben und lernen damit umzugehen und die meisten werden damit klarkommen und zwar so sehr, dass man es für normal hält mit wenig zu Essen klarzukommen und von allen Menschen und Kindern erwartet, dass sie damit klarkommen. Diese Anpassungsfähigkeit des Menschen ist toll. Das Problem besteht darin, dass es vielleicht einen Weg gibt genug Essen für alle bereitzustellen. Eine angepasste Gesellschaft hat als Teil ihrer systemischen Stabilität gelernt diesen Aspekt auszublenden und ist erst einmal nicht mehr in der Lage an diese Option denken. Dies ist fatal, da die Kosten des Mangel und der Anpassung durchaus enorm sein können im Vergleich zu den Kosten genug essen für alle bereitzustellen. Dies passiert in unserer Kultur.

Ich möchte andere systemische Wege finden.

Ich möchte Menschen in Krisen als Gestalter nutzen.

Ich möchte

Alldienlichkeit

„Als Gemeinschaft streben wir danach, Lösungen zu finden, die für alle funktionieren, die allen dienen, die alle Bedürfnisse berücksichtigen und integrieren.“

Hinter diesem Wert steht die Sichtweise, dass unsere Bedürfnisse eng miteinander verbunden oder sogar eins sind, bzw. dass die Vorstellung von getrennten Bedürfnissen eine dysfunktionale Sichtweise ist. Es ist eine Illusion zu glauben, ich könnte auf Kosten jemand anderes glücklich werden und Erfüllung finden. Das Gegenteil ist der Fall. Mein persönliches Glück ist abhängig vom Wohlergehen der Anderen.

Somit ist es nur folgerichtig darauf zu achten, dass unser Handeln alle Bedürfnisse berücksichtigt, die manchmal scheinbar im Konflikt stehenden Bedürfnisse in mir, ebenso wie die Bedürfnisse und Befindlichkeiten aller Personen.

Damit ist nicht gemeint, man könne erst eine Entscheidung treffen, wenn man eine perfekte Lösung gefunden hat, die alle Konflikte auflöst. … damit ist gemeint, dass man grundsätzlich versucht die Bedürfnisse aller und die Gesamtheit unseres individuellen Wollens in jeder Situation im Blick zu haben.

Damit ist gemeint, dass wir das Denken überwinden, es gäbe meine und deine von einander getrennte oder sogar in Konkurrenz stehende Bedürfnisse. Die Befindlichkeit eines anderen Menschen weist mich letztendlich immer auf mein eigenes Wollen hin, das ich in bestimmten Situationen manchmal in mir nicht spüren kann. Der Andere ist somit ein informative Quelle für mein eigenes Wollen.

Unsere Strategien stehen im Konflikt und nicht unsere Bedürfnisse. Wir haben den Wunsch Strategien zu finden, die möglichst alle Bedürfnisse berücksichtigen. … das ist mit Alldienlichkeit gemeint.

gemeinschaftliches Wirtschaften

Dieser Blogartikel hatte die Zielsetzung, anlässlich der Initiation des Projektes “PSIAM 2.0″ (gemeinschaftliche Neuerfindung der PSIAM-Heilpraktikerschule), meine Vision von „gemeinschaftlichen Wirtschaften“ darzustellen.

Das Thema „Gemeinschaft“ ist für mich mit einer tiefliegenden Leidenschaft verbunden. Ich spreche – etwas pathetisch formuliert – manchmal von meiner „Berufung“, um auszudrücken wie zentral dieses Thema in meinem Leben ist. Seit ziemlich genau 9 Jahren bin ich von einer Vision infiziert, die mir Hoffnung für die Welt gibt und meinem Leben Feuer und Ausrichtung. In der damaligen Zeit von tiefer Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Lebensmüdigkeit hat mich diese Vision wieder zum Leben erweckt.

Ich bemühe mich nun schon seit einigen Tagen darum, einen Artikel zu schreiben, der obiger Intention entspricht. Ich habe einiges zu Papier gebracht und war letztendlich mit allem sehr unzufrieden. Ich bekam es nicht hin, einen Artikel zu schreiben, der meinen Vorstellungen entspricht.

Es fällt mir schwer, die Essenz meiner Vision in der Kürze darzustellen. Neben meiner Leidenschaft habe ich mittlerweile einiges an Wissen und Erfahrung zu dem Thema angesammelt, was das Thema sehr komplex für mich macht. Zudem bin ich fixiert darauf verstanden zu werden und kann es schlecht ertragen, etwas zu schreiben, von dem ich glaube, dass es nicht transportiert, was ich ausdrücken möchte. Mein Anspruch das Wesentliche über ein für mich komplexes und leidenschaftliches Thema verständlich darzustellen, hat mich überfordert.

Daher habe ich nun einen anderen Zugang für diesen Artikel gewählt. Ich habe mich entschieden, den Anspruch auf Vollständigkeit und Überblick loszulassen. Und ich habe mich dazu entschieden, mich mit meinem schwierigen Prozess authentisch zu zeigen. Im Laufe des Schildern meines Prozesses tat sich ein Teilthema auf, das ich vertiefte. Ich entschied mich darauf zu vertrauen, dass dies gut so ist.

Mich nämlich authentisch und verletzlich zu zeigen, ist für mich bereits ein Handeln im Sinne dessen, was für mich Gemeinschaft ausmacht. Denn die Gemeinschaft, die ich ersehne, basiert auf Menschen, die ganz da sind. … die als Menschen da sind und nicht nur als Inhaber einer Rolle in einer Organisation oder als Erbringer einer bestimmten Leistung (z.B. das Abliefern einer Beschreibung über die Merkmale und das Potential von gemeinschaftlichen Wirtschaften). … in einem Raum, der das Vertrauen fördert, man selbst in ganzem Umfang sein zu dürfen. … wo sich Menschen auf persönlicher Ebene begegnen und nicht vor allem über Rollen (z.B. die Rolle, Experte für das Thema Gemeinschaft zu sein) inklusive der zugehörigen Verhaltens-Skripte (z.B. treten Experten bezüglich ihres Fachgebietes selbstbewusst und kompetent auf).

Sich solch eine authentische und persönliche Ebene der Begegnung in einem Kontext einer Wohngemeinschaft oder in einem Begegnungskreis vorzustellen, fällt den meisten Menschen wahrscheinlich leichter als sich diese Ebene im Arbeitsleben und in der Wirtschaft vorzustellen.

Geht es beim Arbeiten nicht um Effizienz und Zielerreichung? Kann sich ein Unternehmen es leisten auf die Befindlichkeiten der Arbeiter Rücksicht zu nehmen? Würde das nicht den Erfolg und das Funktionieren des Unternehmens gefährden?

Ich kann diese Fragen und den damit verbundenen Erfahrungsstandpunkt gut nachvollziehen. Und ich glaube, dass auch ein Wirtschaftsunternehmen letztendlich erfolgreicher arbeiten wird, wenn es diese Ebene integriert.

Wenn man unter „Erfolg“ ausschließlich monetären Erfolg und Wachstum auf dem heutigen Markt versteht, dann könnte ein traditionelles Unternehmen für eine gewisse Zeit vielleicht „erfolgreicher“ sein. Wenn man aber das Wohlergehen aller Mitarbeiter (auch der Chefs) und das Wohlergehen allen Lebens, der Pflanzen, Tiere und der restlichen Menschen berücksichtigt, dann habe ich die starke Überzeugung, dass diese Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens, wie ich sie mir erträume, erfolgreicher sein wird.

Dass die Vorstellung von Arbeit eher nicht mit dem Bild von nährenden vertrauten Beziehungen verbunden ist, in denen man sich verletzlich und authentisch zeigen kann, stellt für mich einen Aspekt eines lebens-entfremdeten Verständnisses von Arbeit dar.

Arbeit wird häufig als ein notwendige Übel verstanden, mit dem sich Freizeit verdient wird, in der man dann nach Erfüllung suchen kann, u.a. in dem Pflegen von nährenden authentischen sozialen Kontakten.

Dieses Verständnis von Arbeit erscheint mir als ein wesentlicher aufrechterhaltender Bestandteil des System Kapitalismus zu sein, inklusive all der zerstörerischen Konsequenzen des Kapitalismus auf diese Welt.

Ich möchte nicht akzeptieren, dass ich eine Arbeit machen muss, die nicht in vollem Umfang meiner Integrität und Leidenschaft entspringt, weil ich nun mal Geld verdienen muss. Und ich möchte nicht, dass irgendwer dies tut. Ich möchte nicht erpressbar sein. Ich möchte mich nicht verstellen müssen. … eine Rolle annehmen und nicht ganz ich sein, um zu funktionieren, um meinen Job zu erledigen. Diese Form der Selbstentfremdung möchte ich nicht als alternativlose Realität akzeptieren.

Ich möchte alternative Formen des Arbeitens und Wirtschaftens mitgestalten, die diese Trennung zwischen Arbeit als notwendigem Übel und Freizeit als Zeit des erfüllten Lebens überwinden.

Es ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis produktiv zu gestalten und durch das eigene Wirken das Leben und das Wohlergehen anderer zu unterstützen. Ich möchte, dass Arbeit Bedürfnisse befriedigt, nach Sinn, nach Beitrag, nach kreativem Gestalten und eben auch als ein erfüllendes soziales Kooperieren.

Und unter dem Schlagwort „gemeinschaftliches Wirtschaften“ verstehe ich einen Ansatz, eine Methode, um diese lebensdienlichen bedürfnisorientierten Formen des Arbeitens und Wirtschaften zu gestalten, die individuell erfüllend ist und außerdem einen Beitrag zu einer neuen nachhaltigen Kultur liefert.