Ermächtigung

Als Gemeinschaft streben wir danach, jeden Einzelnen in seiner Kraft, seinem Wirkungspotential, seiner Autonomie, seiner Freiheit und seiner inneren Autorität zu fördern, so dass jeder Einzelne zu einer mächtigen Quelle für die Gestaltung unserer Gemeinschaft und einer Welt, die für alle funktioniert, wird.“

Macht wird hier verstanden als die Fähigkeit, Ressourcen  mobilisieren zu können, um Bedürfnisse zu befriedigen.

Es geht hier nicht darum, dass es ungerecht ist, dass einige Menschen mehr Macht haben als Andere.

Es geht darum, die Macht jedes Einzelnen zu stärken.

„Macht“ ist nicht das Problem. Dominanz ist das Problem. Eine Macht, die auf Kosten anderer geht, auf Kosten deren Machtlosigkeit, ist Dominanz.

Wenn wir an Macht denken, denken wir daran, dass einige Macht haben und andere nicht.

Der Versuch Machtgefälle zu verhindern, führt häufig dazu, dass die Mächtigen ihre Macht verlieren, ohne dass die Machtlosen Macht gewinnen. … eine gemeinschaftliche Machtlosigkeit.

Wir befürchten, dass ein Rütteln an dem gewohnten Bild, dass einige oben entscheiden und andere eher folgen, zu Anarchie, Chaos und Uneffektivität führt.

Wir glauben, dass die gewaltfreie Maximierung der Macht jedes Einzelnen, die Macht der Gemeinschaft stärkt, ihre Macht zum Wohlbefinden aller beizutragen. … mehr Effektivität.

Wenn wir hier über Macht sprechen, meine wir Dinge wie …

die innere Freiheit und das Vertrauen in sich selbst, selbst zu entdecken, selbst entscheiden zu können.

… sich frei von Angst und Schuld Verhalten zu können.

… die Möglichkeiten, Dinge entscheiden und umsetzen zu können.

… eine innere Freiheit (Selbstvertrauen, eigene Authorität, Mut, Selbst-Führung, Verantwortung).

  • ein wesentlicher Aspekt von Ermächtigung ist die Fähigkeit der Selbstführung. Mit Selbstführung ist gemeint aus der Haltung der Eigenverantwortung zu handeln, was beinhaltet die eigenen Bedürfnisse und Werte zu halten, nicht im Widerstand (was nicht bedeutet, Veränderungen anzustreben, die mehr in Übereinstimmung mit den eigenen Bedürfnissen sind) gegen die Umstände des Lebens zu sein und den Fokus auf den eigenen Gestaltungs-Möglichkeiten zu haben. Das Gegenteil von Selbstführung ist die Opferhaltung. In der Opferhaltung erleben wir uns als machtlos und ausgeliefert. In der Opferhaltung geben wir die Verantwortung an andere Menschen, systemische Strukturen, sonstige Umstände oder die eigene Vergangenheit ab. Wir sind der Haltung, dass das was wir wollen nur erreicht werden kann, wenn andere sich ändern, Umstände sich ändern oder dass das was wir wollen gar nicht mehr erreicht werden kann. Der Unterschied zwischen Widerstand gegen Umstände und die selbstführende Gestaltung von Umständen ist, dass ich im Widerstand in einer passiven Protesthaltung bin und irgendwie erwarte, dass andere oder das Leben Dinge in meinem Sinne verändern. In der selbstführenden Gestaltung bin ich in Akzeptanz mit den Dingen und habe zumindest auch eine Ahnung von der Sinn und Grund und konzentriere mich darauf was ich tun kann, um diese Umstände zu ändern. Ob ich in der Haltung der Selbstführung bin, hat nichts damit zu tun wieviel Macht, viel Gestaltungsmöglichkeiten ich objektiv habe, sondern um die Haltung und den Fokus auf die für mich vorhandenen Möglichkeiten.
  • Unsere vorhandenen Möglichkeiten übersehen wir zum Einen chronisch, je mehr wir in der Opferhaltung sind. Zudem fördern und erweitern wir unsere Spielräume und unsere Macht, indem wir uns auf sie konzentrieren.

 

… Kapazitäten (Fähigkeiten, Wissen, um gestalten zu könnn).

… die Fähigkeit die nötigen Ressourcen zur Manifestation zu manipulieren, was sowohl Menschen, als Materialien beinhaltet.

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