Konflikt-Willkommenskultur

Als Gemeinschaft wertschätzen wir die Weisheit und das Entwicklungspotential, das sich hinter jeder Art von Irritation, Widerstand, Unstimmigkeit und Konflikt verbirgt. Wir streben danach Strukturen und eine Kultur zu entwickeln, die es leicht machen, dass jede Art von Konflikt bewusst wird, ausgedrückt wird, eingesammelt, verarbeitet und integriert wird.

Menschen ebenso wie Gemeinschaften opfern ihre Ganzheit, ihre Integralität, nicht ohne Grund. Sie tun es immer, weil ein Konflikt besteht. … weil es an der Fähigkeit fehlt verschiedene Aspekte des Lebens unter einen Hut zu bringen. Zur Gewährleistung der Überlebensfähigkeit gibt es die Fähigkeit der Abspaltung oder Verdrängung. Ein Aspekt des Lebens wird verdrängt, ignoriert, verleugnet.

Die Fähigkeit zum Verdrängen und Abspalten ist also an sich lebensdienlich, es ist nicht schlecht, sondern eine Folge von Hilflosigkeit, von mangelnder Fähigkeit zur Integration und Inklusion.

Der verdrängte Aspekt verschwindet jedoch nicht ganz. Er bleibt im Unbewussten oder Vorbewussten bestehen und er zeigt sich weiterhin in Konflikten.

Daher sind Konflikte, Irritationen, Spannungen, Widerstände und jede Art von Unstimmigkeit (bewusste und unbewusst) ein Tor zu unser individuellen und systemischen Ganzheit. Sie verweisen auf Aspekte des Lebens, die noch nicht vollständig integriert sind.

In unserem Streben nach Ganzheit wertschätzen wir daher das Entwicklungspotential das in jeder Art von Konflikt liegt.

Gleichzeitig respektieren wir auch unsere Grenzen der aktuellen Integration und dass wir nicht sofort jeden Konflikt auflösen und seine zugrundeliegenden Lebensaspekte integrieren können.

Aber wir suchen nach nachhaltigen und routinierten Lösungen um Konflikt zu integrieren.

Dazu gehört, sie nicht untergehen und ungehört zu lassen, sie zu verstehen, ihnen Raum zu geben und Strukturen zur Bewältigung zu haben.

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ff

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